„Ein guter Grundstein, auf dem aufgebaut werden kann“
Im Interview spricht Benedikt Ewald, Vorstand Sportentwicklung beim Deutschen Behindertensportverband (DBS), über die Barrierefreiheit der deutschen Sportstättenlandschaft und die Chancen der Sportmilliarde.

Ewald: Zunächst einmal ist es positiv zu bewerten, dass es ein Förderprogramm gibt – und vor allem, dass innerhalb des Programmes die Barrierefreiheit einen so großen Stellenwert hat. Das zeigt, dass unsere Bemühungen zu mehr Teilhabe und Abbau von Barrieren Früchte tragen. Das ist zugleich auch eine Chance und ein guter Grundstein, auf dem aufgebaut werden kann.
Um von einer „historischen Chance“ zu sprechen, müsste das Förderprogramm deutlich größer dimensioniert sein, um den Investitionsrückstand von 12,9 Mrd. Euro in den Kommunen aufzuholen, von dem das KfW-Kommualpanel ausgeht. Besonders bedauerlich ist dabei, dass Vereine für ihre Sportstätten nicht direkt antragsberechtigt sind, sondern nur die Kommunen.
Bei diesem Artikel handelt es sich um eine gekürzte Fassung. Die vollständige Version des Artikels finden Sie in der aktuellen Ausgabe 1-2026 des Sportplatzwelt MAGAZIN. Jetzt für Sportplatzwelt+ registrieren, um Zugriff auf das eBook zu erhalten.
Weitere spannende Themen:
- exklusive Umfragen zur Sportmilliarde unter Kommunen und Vereinen
- Statements wichtiger Stakeholder aus dem Breitensport zum SKS-Programm
- Entwicklung kommunaler Investitionen in den letzten 30 Jahren
- Sondervermögen Infrastruktur und seine Bedeutung für die kommunale Sportstättenlandschaft
Sportplatzwelt: Wie ist es allgemein um die Barrierefreiheit der deutschen Sportstättenlandschaft bestellt? Welche regionalen Unterschiede können Sie hier festmachen?
Ewald: Als Interessenvertretung für Menschen mit Behinderungen merken wir, dass die Bedarfe weiterhin nur langsam erkannt werden. Denn tatsächlich gibt es leider keine belastbaren Zahlen über die konkrete Barrierefreiheit von Sportstätten. Es kann jedoch durch den erheblichen Investitionsrückstand davon ausgegangen werden, dass in punkto Barrierefreiheit viele Sportstätten schlecht aufgestellt sind. Neben Leitlinien und DIN-Normen fehlt hier noch ein standardisiertes Prüfsystem. Aus anderen Bereichen des öffentlichen Lebens wissen wir auch, dass die Barrierefreiheit allgemein in Ballungszentren eher gegeben ist als in ländlichen Strukturen. Was natürlich damit zu tun hat, dass rein statistisch in Ballungszentren naturgemäß die Zahl der Menschen mit Behinderungen höher ist.
Sportplatzwelt: Wie bewerten Sie die Ausgestaltung des aktuellen Förderaufrufs zum neuen SKS-Programm und die darin enthaltenen Förderkriterien zur Barrierefreiheit? Welche Anpassungen würden Sie sich für künftige Projektaufrufe wünschen?
Ewald: Die Ausgestaltung sehe ich kritisch: Innerhalb des Programms wird lediglich auf den Leitfaden „barrierefreies Bauen“ des Bundes als Orientierung verwiesen. Hier fehlen allerdings noch die spezifischen Kriterien für Sportstätten. Wir wünschen uns, dass die Förderkriterien zur Barrierefreiheit für Sportstätten noch klarer definiert werden. Hierfür stehen wir als Verband sehr gerne beratend zur Seite – gemeinsam mit einem Forschungsteam der Ruhr-Uni Bochum, das bereits viele neue Aspekte und Kriterien der barrierefreien Sportstätten herausgestellt hat. [...]
Bei diesem Artikel handelt es sich um eine gekürzte Fassung. Die vollständige Version des Artikels finden Sie in der aktuellen Ausgabe 1-2026 des Sportplatzwelt MAGAZIN. Jetzt für Sportplatzwelt+ registrieren, um Zugriff auf das eBook zu erhalten.
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- exklusive Umfragen zur Sportmilliarde unter Kommunen und Vereinen
- Statements wichtiger Stakeholder aus dem Breitensport zum SKS-Programm
- Entwicklung kommunaler Investitionen in den letzten 30 Jahren
- Sondervermögen Infrastruktur und seine Bedeutung für die kommunale Sportstättenlandschaft
(Sportplatzwelt, 09.04.2026)



