Das nachhaltige Sommerfest

Das Sommerfest ist eines der jährlichen Highlights vieler Sportvereine. Von regionalem Catering über Mehrwegprodukte bis zur Abfallvermeidung gibt es für Sportvereine viele einfache Hebel, das Sommerfest nachhaltiger zu gestalten.

Sportvereinen, die mehr ökologische und soziale Verantwortung übernehmen wollen, sind zumindest bis zu einem gewissen Grad die Hände gebunden: Zwar können Sie durch infrastrukturelle Modernisierungen und einen möglichst ressourcenschonenden Betrieb ihrer Sportstätten die Grundlage für nachhaltigen Sport in ihrem Verein schaffen, schlussendlich entscheiden aber vor allem die Gewohnheiten der Mitglieder über den Erfolg einer Nachhaltigkeitsstrategie: Auch die ressourcenschonendste Technik wird langfristig nicht die erhofften Einsparungen bringen, wenn die Sensibilisierung der Mitglieder für den schonenden Umgang mit natürlichen Ressourcen fehlt. Vereine können hier in einigen Bereichen gegensteuern – etwa durch die Förderung von Fahrgemeinschaften. Schlussendlich gilt es aber vor allem, mit gutem Beispiel voranzugehen, Möglichkeiten für nachhaltigeres Handeln aufzuzeigen und die einzelnen Mitglieder so zu einem Umdenken zu bewegen.

Bei diesem Artikel handelt es sich um eine gekürzte Fassung. Die vollständige Version des Artikels finden Sie in der aktuellen Ausgabe 2-2026 des Sportplatzwelt MAGAZIN. Jetzt für Sportplatzwelt+ registrieren, um Zugriff auf das eBook zu erhalten.



Folgende weitere spannende Themen erwarten Sie in der Vollversion:

- Nachhaltige Beschaffung: Catering & Co.
- Abfallvermeidung und Anti-Food-Waste-Management
- Nachhaltige Technik und Eventmodule
- Soziale Nachhaltigkeit
- Checkliste: Das nachhaltige Sommerfest

Das jährliche Sommerfest ist hierfür ideal: Es ist ein sichtbarer Treffpunkt für Mitglieder, Familien, Ehrenamtliche und Gäste und damit eine gute Gelegenheit, Nachhaltigkeit im Alltag praktisch zu zeigen. Gerade weil solche Veranstaltungen viele Menschen erreichen, können sie Vorbildcharakter haben und deutlich machen, dass ökologische Verantwortung, sozialer Zusammenhalt und wirtschaftliches Denken gut zusammenpassen. Nachhaltige Vereinsfeste machen Nachhaltigkeit dabei nicht abstrakt, sondern erlebbar – etwa beim Essen, bei der Anreise, beim Umgang mit Abfällen oder bei der Nutzung von Mehrwegartikeln.

Für Sportvereine liegt darin eine doppelte Chance: Sie können ihre eigene Veranstaltung ressourcenschonender gestalten und zugleich nach außen zeigen, dass nachhaltiges Handeln nicht kompliziert sein muss. Ein gut geplantes Sommerfest kann nicht nur Freude schaffen, sondern auch die Werte des Vereins sichtbar machen und Impulse für den Alltag geben – wer Mehrweg, Mülltrennung oder regionale Verpflegung beim Vereinsfest erlebt, übernimmt dies auch eher in anderen Lebenssituationen. Genau deshalb lohnt es sich, nachhaltige Lösungen nicht als Zusatzaufgabe zu verstehen, sondern als festen Bestandteil der Veranstaltungsplanung.

Das Vereins- oder Sommerfest ist eines der jährlichen Highlights im Kalender vieler Sportvereine.
Das Vereins- oder Sommerfest ist eines der jährlichen Highlights im Kalender vieler Sportvereine. Bild: TSC Eintracht Dortmund

Was ist Nachhaltigkeit?

Beim Thema Nachhaltigkeit geht es nicht ausschließlich um ökologische Aspekte: Nachhaltigkeit bewegt sich immer in ökologischen, sozialen und ökonomischen Dimensionen, die sich gegenseitig bedingen und nicht separat voneinander betrachtet werden können. Im Kontext von Vereins- und Sommerfesten ergeben sich daraus verschiedene Ansatzpunkte, die Veranstaltung sowohl ökologisch nachhaltig und für alle zugänglich (soziale Nachhaltigkeit) zu gestalten. Vor allem Maßnahmen zur Verbesserung der ökologischen Nachhaltigkeit gehen dabei aber auch oft mit direkten Kosteneinsparungen einher (ökonomische Nachhaltigkeit).

Das Vereinsfest sollte dabei prinzipiell unter dem Leitsatz „erst unnötige Dinge vermeiden, dann den Rest so effizient wie möglich gestalten“ stehen – beispielsweise durch die Vermeidung von Lebensmittelabfällen, die Verwendung nachhaltiger Mehrwegartikel, faire Preise und familienfreundliche Angebote sowie eine effizientere Kostenkalkulation.

Eine frühzeitige Planung sowie klare Zielsetzungen und Zuständigkeiten sind hier von Anfang an entscheidend – denn ohne klare Ziele und eine durchdachte Strategie bleibt Nachhaltigkeit oft eine lose Absicht. Nicht nur der Umfang und die Größe der Veranstaltung sollten deshalb frühestmöglich und genau definiert werden, um eine möglichst bedarfsgerechte Beschaffung zu organisieren – die frühe und klare Definition der einzelnen Zuständigkeiten (z. B. Catering-Verantwortlicher, Abfall-Verantwortlicher) hilft, dass am Ende nichts vergessen wird und schafft gleichzeitig eindeutige Ansprechpartner für eventuelle Rückfragen oder Anmerkungen. Dies gilt auch bei der Suche nach externen Dienstleistern: Wer Caterer, Verleiher oder Technikpartner frühzeitig anspricht, kann von Anfang an darauf achten, dass die in Frage kommenden Dienstleister den Nachhaltigkeitsanforderungen des Vereins entsprechen. (Sportplatzwelt, 06.08.2026)

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