„Sport und Bewegung sind ein Standortfaktor“
Interview mit Christian Siegel, Ressortleiter „Sportstätten und Umwelt“ beim Deutschen Olympischen Sportbund, über den Sanierungsstau bei Sportstätten, die Rolle der „Sportmilliarde“ und die Bedeutung moderner, barrierefreier Infrastruktur für zukunftsfähige Vereine und Städte.

Siegel: Der Sanierungsstau bei Sportstätten ist aus Sicht des DOSB weniger ein kurzfristiges Finanzierungsproblem, sondern vielmehr ein strukturelles. Um den bekannten Investitionsstau von mindestens 31 Milliarden Euro aufzulösen, braucht es eine langfristige und verlässliche Förderung. Die Zuständig keiten zwischen Bund, Ländern und Kommunen sind dabei fragmentiert, viele Kommunen finanziell stark belastet, und Sportvereine – obwohl sie rund 30 Prozent der Sportstätten betreiben – sind in den aktuellen Bundesprogrammen nicht antragsberechtigt.
Bei diesem Artikel handelt es sich um eine gekürzte Fassung. Die vollständige Version des Artikels finden Sie in der aktuellen Ausgabe 1-2026 des Sportplatzwelt MAGAZIN. Jetzt für Sportplatzwelt+ registrieren, um Zugriff auf das eBook zu erhalten.
Weitere spannende Themen:
- exklusive Umfragen zur Sportmilliarde unter Kommunen und Vereinen
- Statements wichtiger Stakeholder aus dem Breitensport zum SKS-Programm
- Entwicklung kommunaler Investitionen in den letzten 30 Jahren
- Sondervermögen Infrastruktur und seine Bedeutung für die kommunale Sportstättenlandschaft
Oftmals kommen hohe bürokratische Hürden hinzu. Förderverfahren sind komplex, stark auf baureife Großprojekte ausgerichtet und damit für kleinere Kommunen, strukturschwache Regionen und ehrenamtlich geführte Vereine oft kaum zugänglich. Zudem würden wir uns eine verbindliche sportfachliche Priorisierung wünschen, sodass Förderentscheidungen zukünftig systematisch am tatsächlichen Bedarf für Gesundheit, Teilhabe und gesellschaftlichen Zusammenhalt ausgerichtet sind.
Wir freuen uns grundsätzlich über die vom Bund bereitgestellten Mittel, die einen wichtigen ersten Schritt darstellen. Positiv ist zudem, dass mittlerweile in vielen Ländern Signale erkennbar sind, dass Gelder aus dem Sondervermögen gezielt für Sportstät ten genutzt werden sollen – ein Ansatz, der wirksam dazu beitragen kann, den Sanierungsstau langfristig abzubauen. Der Bund allein kann diese Aufgabe nicht lösen. Die Hauptverantwortung für Sportstätten liegt bei den Ländern und Kommunen. Der Bund kann hier wichtige Impulse setzen und unter stützen – aber eben als Ergänzung, nicht als Ersatz. [...]
Bei diesem Artikel handelt es sich um eine gekürzte Fassung. Die vollständige Version des Artikels finden Sie in der aktuellen Ausgabe 1-2026 des Sportplatzwelt MAGAZIN. Jetzt für Sportplatzwelt+ registrieren, um Zugriff auf das eBook zu erhalten.
Weitere spannende Themen:
- exklusive Umfragen zur Sportmilliarde unter Kommunen und Vereinen
- Statements wichtiger Stakeholder aus dem Breitensport zum SKS-Programm
- Entwicklung kommunaler Investitionen in den letzten 30 Jahren
- Sondervermögen Infrastruktur und seine Bedeutung für die kommunale Sportstättenlandschaft
(Sportplatzwelt, 02.04.2026)



