„Die größte Herausforderung ist der Wandel“

Im Interview mit Sportplatzwelt geht die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Sportämter (ADS) auf aktuelle und künftige Herausforderungen für den Breitensport und die kommunale Sportverwaltung ein und erklärt, wie diese künftig angegangen weden sollten.

Sportplatzwelt: Was sind nach Ansicht der ADS die größten Herausforderungen, mit denen sich der Breitensport und die kommunale Sportverwaltung in den kommenden Jahren konfrontiert sehen werden?
ADS: Die größte Herausforderung ist der Wandel: Die demografische Entwicklung, die zunehmende Individualisierung sowie der Trend zu veränderten Freizeitgewohnheiten erfordern immer wieder ein agiles Handeln seitens der Kommunen. Die einzige Konstante ist – leider – die Finanzknappheit der Kommunen. Gerade der Sport als freiwillige Aufgabe im Portfolio der Kommunen wird oft als erster von Sparmaßnahmen getroffen.

Bei diesem Artikel handelt es sich um eine gekürzte Fassung. Das vollständige Interview mit der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Sportämter finden Sie im aktuellen Sportplatzwelt INSIDE 1/2025 - Das Magazin für Profis im Breitensport.

Sportplatzwelt INSIDE 1/2025 dreht sich auf insgesamt 120 Seiten um den Themenschwerpunkt „Die Zukunft des Breitensports“ – von der nachhaltigen Sportstättenplanung und -ausstattung über zukunftsfähige Konzepte für das Ehrenamt bis hin zum Themenkomplex Digitalisierung und Künstliche Intelligenz.

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Dabei erfüllt insbesondere der Breitensport so wichtige Aufgaben in unserer Demokratie: Integration, Inklusion, Gesundheitsförderung, Chancengleichheit und Teilhabe – getragen vor allem durch ehrenamtliches Engagement. Die Sport-Infrastruktur ist vielfach marode und sanierungsbedürftig. Förderprogramme sind weit überzeichnet und bedürfen noch immer eines zu hohen Bürokratieaufwands.

Dabei müssen die Kommunen selbst die Sportentwicklungsplanung vorantreiben, um den Bedürfnissen unterschiedlicher Zielgruppen – von jungen Familien über Berufspendler bis hin zu Senioren und Migranten – gerecht zu werden. Der Trend hin zu flexiblen und niederschwelligen Sportangeboten stellt eine weitere Herausforderung dar.

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Sportplatzwelt: Wie kann künftig der schwierige Spagat gemeistert werden, einerseits die steigende Nachfrage nach niedrigschwelligen Sportgelegenheiten im öffentlichen Raum zu bedienen, gleichzeitig aber den klassischen Vereinssport zu fördern?
ADS: Die Förderung sowohl von Individualsportarten als auch des traditionellen Vereinssports bedeutet immer wieder Kompromisse, ob bei der Verteilung der Nutzungszeiten und auch der Zuschüsse. Vielfach gibt es aber auch Synergieeffekte. „Sport im Park“ oder Sportferienkurse sind Angebote in vielen Kommunen, die ein niederschwelliges, unverbindliches Mitmachen ermöglichen, das dann oft zu einer Vereinsmitgliedschaft führt. Auch das recht neue Konzept der Sportboxen, welche auch von örtlichen Vereinen im Rahmen von Outdoor-Sportangeboten genutzt werden, ist eine tolle Gelegenheit, IndividualsportlerInnen abzuholen und auch hier zu einer Vereinsmitgliedschaft zu bewegen.

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(Sportplatzwelt, 16.06.2025)

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