Infills: Alternativen zum Gummigranulat

EPDM, TPE, SBR & Co. sehen einem nahenden Ende entgegen. Ab 2031 verbietet die EU den Einsatz loser Kunststoffgranulate als Infill in Kunststoffrasensystemen. Mittlerweile hat der Markt aber bereits einige vielversprechende Alternativen hervorgebracht.

Lange galten SBR, EPDM, TPE und andere Kunststoffgranulate auf Polymerbasis als beste Lösung, wenn es darum geht, den Kunststoffrasenfasern Halt zu geben – sie verschaffen dem Spielfeld optimale sportfunktionelle Eigenschaften, die dem des Klassikers „Naturrasen“ sehr nahekommen und sind gleichzeitig kostengünstig in Herstellung. langlebig und ggf. sogar recyclingfähig.

Mit dem nahenden „EU-Mikroplastikverbot“ gehören diese Klassiker unter den Infills aber bald der Vergangenheit an. Die Übergangsfrist für Bestandsanlagen endet 2031, doch schon seit Ankündigung des Verbots vor einigen Jahren haben viele Kommunen, Länder und andere Fördermittelgeber solche kunststoffbasierten Infills aber bereits aus ihren Förderkatalogen gestrichen. Seitdem befindet sich die Branche im Umbruch: Der Zwang, hier neue Alternativen zu entwickeln, die den strengen Vorgaben der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) entsprechen, hat hier in den letzten Jahren einige vielversprechende, teils innovative Produkte zur Marktreife gebracht. 

Bei diesem Artikel handelt es sich um eine gekürzte Fassung. Den vollständigen Artikel finden Sie in der 5. Auflage des KOMPENDIUM SPORTPLATZ. Das KOMPENDIUM SPORTPLATZ 2026 steht Ihnen ab sofort im Stadionwelt-Shop zur Verfügung. Registrierte Nutzer von Sportplatzwelt+ erhalten nicht nur kostenfreien Zugriff auf das eBook, sondern auch 50 % Rabatt auf die Printpublikation.

Folgende weiterere spannende Themen rund um den Kunststoffrasen erwarten Sie in der Neuauflage des KOMPENDIUM SPORTPLATZ:

- Kunststoffrase-Systeme: Der Status Quo
- Pflege und Erhaltung
- Rückbau und Recycling

Unverfüllte Systeme

Die wohl einfachste Möglichkeit, auf Kunststoffgranulate zu verzichten, ist es, überhaupt keine Infills zu verwenden. Unverfüllte Kunstrasensysteme, wie sie beispielsweise im Nachbarland Schweiz seit Jahren flächendeckend zum Einsatz kommen, haben im Zuge der EU-Mikroplastikdebatte in den vergangenen Jahren auch hierzulande erheblich an Bedeutung gewonnen. Kommen unverfüllte Systeme beispielsweise im Feldhockey (wenn auch in anderer Ausführung als z.B. beim Fußball) bereits seit Jahren zum Einsatz, galten sie für andere Sportarten (z.B. Fußball) aufgrund ihrer geringeren Stoßdämpfung bislang als eher unkomfortabel.

Hersteller, die derzeit unverfüllte Systeme für Fußball und andere Sportarten anbieten, haben deshalb in den letzten Jahren viel Arbeit in die Entwicklung neuer Kunstrasenfasern gesteckt, die durch die Verwendung unterschiedlicher, teils innovativer Faserstrukturen auch bei fehlendem Infill genügend Stabilität bieten. Zu den Vorteilen zählt hier vor allem eine deutlich einfachere Pflege, da kein Granulat oder Infill egalisiert oder ausgetauscht werden muss. Das regelmäßige Abziehen zum Aufrichten der Kunstrasenfasern sowie eine turnusmäßige Intensivreinigung sind hier die wesentlichen Aufgaben der Unterhaltspflege. Auf der anderen Seite geht die Verwendung eines unverfüllten Systems in jedem Fall mit einer Komplettsanierung einher, da ein zuvor mit Granulat oder Sand verfüllter Platz nicht einfach ohne Infill genutzt werden kann. [...]

Bei diesem Artikel handelt es sich um eine gekürzte Fassung. Den vollständigen Artikel finden Sie in der 5. Auflage des KOMPENDIUM SPORTPLATZ. Das KOMPENDIUM SPORTPLATZ 2026 steht Ihnen ab sofort im Stadionwelt-Shop zur Verfügung. Registrierte Nutzer von Sportplatzwelt+ erhalten nicht nur kostenfreien Zugriff auf das eBook, sondern auch 50 % Rabatt auf die Printpublikation.

Folgende weiterere spannende Themen rund um den Kunststoffrasen erwarten Sie in der Neuauflage des KOMPENDIUM SPORTPLATZ:

- Kunststoffrase-Systeme: Der Status Quo
- Pflege und Erhaltung
- Rückbau und Recycling

(Sportplatzwelt, 13.05.2026)

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