Sportamtsreport 2026: Sportstätteninfrastruktur
Im ersten Teil des Sportamtsreports 2026 wirft Sportplatzwelt einen Blick auf die aktuelle Lage der kommunalen Sportstättenlandschaft, bevor es im zweiten Teil vor allem um die Meinungen der Kommunen zur Sportmilliarde geht: Wie bewerten die Sportämter den Zustand ihrer Sportstätten, in welchen Bereichen wurde im vergangenen Jahr am meisten investiert?
Zunächst stand beim diesjährigen Sportamtsreport vor allem der Status Quo im Mittelpunkt: Der landesweite Sanierungsstau an kommunalen Sportstätten macht sich auch in der Sportplatzwelt-Umfrage bemerkbar – in Großstädten tendenziell etwas stärker als in Mittel- und Kleinstädten. So bewerteten die befragten Großstädte mit mehr als 100.000 Einwohnern den generellen Zustand ihrer Sportstätten mit 3,05 auf einer Skala von 1 bis 5, in Mittel- und Kleinstädten fällt diese Bewertung mit durchschnittlich 3,21 geringfügig höher aus.
Doch nicht nur der allgemeine und bauliche Zustand vieler Sportstätten macht den befragten Kommunen hierbei Sorge: Die Nachhaltigkeit und der energetische Zustand vieler Sportstätten wurde unabhängig von der Einwohnerzahl durchgehend negativ bewertet: Während Groß- und Kleinstädte diesen mit 2,74 bzw. 2,75 bewerteten, kamen Sportstätten in Mittelstädten hier mit einer durchschnittlichen Bewertung von 2,68 nur geringfügig besser weg. Ein ähnliches, insgesamt unzufriedenes Bild zeichnet sich bei der Bewertung der derzeitigen Fördersituation für kommunale Sportstätten im Allgemeinen: Während Klein- und Mittelstädte die allgemeine Fördersituation für Kommunen mit 2,42 bzw. 2,46 auf einer Skala von 1 bis 5 bewerteten, fiel die Bewertung in Großstädten mit mehr als 100.000 Einwohnern noch einmal deutlich schlechter aus (2,22).
Größere Unterschiede bei der subjektiven Bewertung des Zustands der eigenen kommunalen Sportstätten ließen sich im Sportamtsreport 2026 vor allem beim Thema „Barrierefreiheit“ erkennen: Großstädte bewerteten die Barrierefreiheit ihrer Sportstätten insgesamt deutlich schlechter (2,43) als Mittelstädte (2,77) oder Kleinstädte (3,27).

Die größten Sanierungsrückstände verorten die befragten Kommunen dabei – ähnlich wie in anderen Studien und Befragungen zum Sanierungsstau an deutschen Sportstätten – vor allem im Bereich der gedeckten Sportstätten: In 42,9 % der befragten Kommunen landeten „Sporthallen, Gymnastikräume und vergleichbare gedeckte Sportstätten“ auf Platz 1 im Ranking, gefolgt von „Sportplätzen, (Kunst-)Rasenspielfeldern und Außensportanlagen“ (24,5 %) und „Frei-/Hallen- und Kombibädern“ (19,4 %). „Leichtathletikanlagen, Laufbahnen und Multifunktionsspielfelder“ (11,2 %) sowie „niedrigschwellige Sportangebote im öffentlichen Raum“ (2,0 %) rangieren hingegen im Ranking der meisten Kommunen im unteren Bereich.
Kommunen, die im vergangenen Jahr Modernisierungen und Sanierungen an ihren Sportstätten vorgenommen haben, haben dabei vor allem in bauliche und energetische Sanierungsmaßnahmen investiert. In 21,0 % der befragten Kommunen zählten „bauliche/energetische Sanierungsmaßnahmen“ im vergangenen Jahr zu den drei investitionsstärksten Gewerken – gefolgt von Planungsleistungen (16,8 %), technischer Gebäudeausstattung (12,9 %), LED-Flutlicht für Sportplätze (11,3 %) und Kunstrasensanierungen bzw. Granulataustausch (11,0 %).
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