Meilensteine bei Modernisierung von Eissporthalle

Die Eissporthalle in Höchstadt an der Aisch wies aufgrund ihres Alters inzwischen diverse Baumängel auf. Aktuell kann das mit der Modernisierung beauftragte Büro SCHULITZ Architekten wieder planmäßige Fortschritte vermelden. 

Die Tatsache, dass die Halle bislang ohne geschlossene thermische Hülle, demnach auch ohne Klimatisierung, betrieben wurde, hat zu Bauschäden, insbesondere im Dachtragwerk geführt. Bei der Modernisierung und der Neugestaltung der Gebäudehülle inklusive des Dachtragwerks wurde großer Wert auf eine größtmögliche Weiterverwendung vorhandener Bausubstanz gelegt. So bleiben die Tribünen weiterhin bestehen. Das neue Dachtragwerk auf filigranen Stahlfachwerkträgern wird direkt auf die im Bestand vorhandenen Stahlbetonstützen aufgelegt, so dass a) das Gebäude nur sehr kurzzeitig offen ist und b) keine neue Gründung dafür erforderlich wird. Außerdem bleibt der Umkleidetrakt in seiner derzeitigen Form erhalten. Komplementiert wird die Modernisierung mit einer PV-Anlage (ca. 270 kWp).

Der Entwurf wurde für einen Umbau im laufendem Spielbetrieb konzipiert: Die für den Betrieb der Halle notwendigen Funktionsräume wurden mit einem Abstand von ca. 1,50 m von der bestehenden Halle ab November 2023 errichtet, ohne Auswirkungen auf den Spielbetrieb. Gegen Ende der Spielzeit wurde ab Mitte März 2024 mit dem Rückbau des Bestandes begonnen: Zunächst Teile der Fassade und ab April 2024 das Bestandsdach. Ende April waren alle Holzbinder rückgebaut, so dass ab 08. Mai mit der Montage der Stahlkonstruktion begonnen werden konnte.

Die Modernisierung der Eissporthalle schreitet voran.
Die Modernisierung der Eissporthalle schreitet voran. Bild: Schulitz Architekten

Innerhalb nur eines Monats war die Stahlkonstruktion errichtet. Es folgten bis Mitte Juni die Fassadenstützen, so dass im Anschluss das Trapezblech montiert werden konnte. Am 15. Juli wurden die Lichtkuppeln montiert und mit den Dachdeckerarbeiten begonnen. Ab 22.07.24 beginnen die Fassadenarbeiten, so dass ab Mitte/Ende August von einer geschlossenen Gebäudehülle ausgegangen werden kann. In der Sommerpause 2025 wird die komplette Eispiste erneuert sowie die neue Kältetechnik eingebaut.

Ein südlicher Anbau soll die fehlenden Verwaltungsflächen (Büros mit zugehöriger Teeküche und Sanitärräumen), die neu zu installierende Kältetechnik, die neu zu installierende Lüftungsanlage, eine neue Garage für die Eispflegemaschine inkl. Schmelzgrube für Eisabrieb sowie einen separaten Zugang für Gästefans mit einen eigenen Sanitärtrakt aufnehmen. Ein nördlicher Anbau nimmt die bislang fehlenden Sanitärräume inkl. einem barrierefreien WC, ein weiteres Lüftungsgerät, ein Außengerätelager sowie einen zu verpachtenden Kiosk auf.

Zusammenfassung der Termine
November 2023: Rohbau der Anbauten
März 2024: Rückbau / Abbruch Fassade und Dach
Mai 2024: Montage Stahlbau
Juni 2024: Montage Trapezblech
Juli 2024: Montage Lichtkuppeln, Dachdeckerarbeiten, Fassadenarbeiten
August 2024: Eishalle geschlossen und dicht

Weiterhin sind innerhalb der Halle weitere kleinteiligere Modernisierungsmaßnahmen erforderlich, z.B. Herstellung der Barrierefreiheit durch Einbau von Rampen und Podesten, Ergänzung von in der Versammlungsstättenverordnung vorgeschriebenen Fluchtwegen, Schaffung eines Publikumszugangs inkl. Kasse. Weitere im Plan dargestellte vorgesehene Maßnahmen wie z.B. die Aufstellung weiterer nicht ortsfester Tribünen durch den Verein sind nicht Bestandteil dieser Planung.

Das Erscheinungsbild soll ruhig und unaufdringlich wirken und wird durch kleine Akzente, wie z.B. Fensterbadelemente, aufgelockert.
Das Erscheinungsbild soll ruhig und unaufdringlich wirken und wird durch kleine Akzente, wie z.B. Fensterbadelemente, aufgelockert. Bild: Schulitz Architekten

Der Baukörper der bestehenden Halle soll zukünftig auch nach der Sanierung noch klar ablesbar sein. Daher wird die Hülle die klare geometrische Formgebung eines Quaders vervollständigen, bestehend aus durchgehenden Fassaden und einer horizontal verlaufenden Attika. Die Anbauten sind als dienende Baukörper ebenfalls ablesbar. Die Zusammengehörigkeit wird durch eine einheitliche Fassadengestaltung verdeutlicht. Die Halle wird dabei auf halber Höhe durch ein umlaufendendes, gliederndes Fassadenband unterteilt. Dieses verläuft auf Höhe der Attiken der Anbauten. Das Erscheinungsbild soll ruhig und unaufdringlich wirken und wird durch kleine Akzente, wie z.B. Fensterbadelemente, aufgelockert. (Sportplatzwelt, 18.07.2024)

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