„Wir stärken junge Schiedsrichter“

Im Interview spricht Christian Knöchel vom VfB Eilenburg über die Lage des Schiedsrichterwesens im Amateursport, Nachwuchsprobleme und das innovative Projekt „FAIRpfiffen“.

Christian Knöchel
Christian Knöchel Bild: VfB Eilenburg
Sportplatzwelt: Was sind die derzeit größten Herausforderungen bei der Gewinnung von (Nachwuchs-)Schiedsrichterinnen und Schiedsrichtern? Wie knüpft „FAIRpfiffen“ hier an?
Knöchel: Die größte Herausforderung ist die fehlende Wertschätzung gegenüber jungen Schiedsrichterinnen und Schiedsrichtern. Viele steigen motiviert ein, erleben dann aber früh Kritik, Respektlosigkeit oder persönliche Angriffe von Zuschauern, Eltern oder sogar Beteiligten am Spiel. Hinzu kommen Unsicherheiten im Umgang mit Konflikten sowie das Gefühl, mit Fehlern allein gelassen zu werden.

„FAIRpfiffen“ setzt genau hier an: Wir stärken junge Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter fachlich und mental, schaffen Rückhalt durch feste Ansprechpartner und geben ihnen Werkzeuge an die Hand, um mit Drucksituationen souverän umzugehen. Ziel ist es, Wertschätzung, Respekt und Sicherheit spürbar zu erhöhen – und damit die Abbruchquote nachhaltig zu senken.

Bei diesem Artikel handelt es sich um eine gekürzte Fassung. Die vollständige Version des Artikels finden Sie in der aktuellen Ausgabe 1-2026 des Sportplatzwelt MAGAZIN. Jetzt für Sportplatzwelt+ registrieren, um Zugriff auf das eBook zu erhalten.



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- Entwicklung kommunaler Investitionen in den letzten 30 Jahren
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Sportplatzwelt: Wie wurde das Projekt in der Praxis konkret umgesetzt? Welche Kernmaßnahmen sind entscheidend?
Knöchel: Das Projekt basiert auf mehreren ineinandergreifenden Bausteinen: Nachwuchsschiris werden in einem persönlichen Coaching und Mentoring von erfahrenen Schiedsrichtern begleitet, nach den Spielen gibt es Feedback, Reflexion und konkrete Handlungstipps. Technische Unterstützung erhalten die Nachwuchsschiris durch ein Einsatz von Headsets mit individuell angepassten Ohrstücken – in Kooperation mit einem regionalen Hörakustiker –, um während der Spiele Rückhalt und unmittelbare Unterstützung zu ermöglichen.

Zudem veranstalten wir regelmäßig Workshops für das Umfeld und Beteiligte – zur Sensibilisierung von Eltern, Trainern und Vereinsverantwortlichen für respektvollen Umgang, Kommunikation und Vorbildwirkung. Ein weiterer wichtiger Baustein ist die Präventionsarbeit: Wir zeigen klare Haltung gegen Beleidigungen und Mobbing, bieten offene Ansprechstellen bei Vorfällen und bekennen uns als Verein sichtbar zu Fairness und Respekt. Diese Kombination aus fachlicher Begleitung, emotionalem Rückhalt und Umfeldarbeit ist entscheidend, um junge Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter langfristig zu stärken. [...]

(Sportplatzwelt, 29.05.2026)

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