Neues Spielschiff in Starnberg: Moderne Spielräume neu gedacht
Nachdem das in die Jahre gekommene Spielschiff an der Seepromenade in Starnberg nicht mehr repariert werden konnte, wurde Proludic mit dem Neubau beauftragt. Ein Projekt, das sich bereits in der Planungsphase als unerwartet komplex entpuppte.
Ausgangspunkt: Sicherheitsrisiken durch Materialverschleiß
An der Seepromenade in Starnberg wurde ein zentraler Bestandteil des Spielplatzes vollständig erneuert. Das bisherige Spielschiff musste ersetzt werden, da es durch langjährige Nutzung und Witterungseinflüsse stark beschädigt war. Besonders ein fortgeschrittener Pilzbefall machte eine weitere Nutzung unmöglich. Frühere Reparaturen konnten den Verfall nicht dauerhaft aufhalten, weshalb ein kompletter Neubau unausweichlich wurde - vor allem im Hinblick auf die Sicherheit der Kinder.
Herausforderungen im Baugrund
Bereits in der Planungsphase zeigte sich, dass das Projekt komplexer werden würde als zunächst angenommen. Der Baugrund bestand aus weichem, sumpfigem Seeton, der für ein stabiles Fundament ungeeignet ist. Um die notwendige Tragfähigkeit zu gewährleisten, wurde der Boden großflächig ausgetauscht und durch eine Kiesschicht ersetzt. Diese sorgt nicht nur für Stabilität, sondern verbessert auch die Entwässerung des Areals. Zusätzlich wurde ein problematischer Regenwasserschacht angepasst, um zukünftige Überflutungen zu verhindern.
Ein Spielgerät als Erlebnisraum
Das neue Spielschiff ist deutlich mehr als ein Ersatz für die alte Anlage. Mit einer Länge von rund 18 Metern bietet es vielfältige Spielmöglichkeiten für zahlreiche Kinder gleichzeitig. Unterschiedliche Elemente wie Kletternetze, Hängebrücken, Rutschen und Balancierstrecken fördern motorische Fähigkeiten und laden zu abwechslungsreicher Bewegung ein. Ergänzt wird das Angebot durch spielerische Details wie Fernrohre und Sprachrohre, die die Fantasie anregen und gemeinsames Spielen unterstützen.
Aufwertung des gesamten Umfelds
Neben dem Spielgerät selbst wurde auch die Umgebung neu gestaltet. Zusätzliche Sitz- und Aufenthaltsbereiche schaffen Raum für Erholung und Begegnung. Dadurch wird der Spielplatz insgesamt attraktiver und spricht verschiedene Altersgruppen an. Das Konzept folgt einem modernen Ansatz, bei dem nicht nur einzelne Geräte, sondern komplette Erlebnisräume geschaffen werden.
Langlebige Materialien im Fokus
Bei der Materialwahl wurde gezielt auf Beständigkeit gesetzt. Das neue Spielschiff besteht aus Robinienholz, das sich durch seine hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber Feuchtigkeit und äußeren Einflüssen auszeichnet. Diese Entscheidung soll die Lebensdauer der Anlage verlängern und gleichzeitig den Wartungsaufwand reduzieren.
Kosten und Umsetzung
Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf rund 175.000 Euro. Damit bewegt sich die Investition im üblichen Rahmen für individuell gestaltete Spielanlagen dieser Größe. Neben dem eigentlichen Spielgerät umfasst der Betrag auch Erdarbeiten, Anpassungen der Infrastruktur sowie sicherheitstechnische Prüfungen.
Bedeutung für den öffentlichen Raum
Mit der neuen Anlage entsteht nicht nur ein moderner Spielbereich, sondern auch ein wichtiger Treffpunkt für Familien. Der Spielplatz trägt zur Aufenthaltsqualität der Seepromenade bei und stärkt den öffentlichen Raum als Ort der Begegnung. Das Projekt zeigt, wie sich Spielplätze zunehmend zu vielseitigen Erlebnis- und Aufenthaltsflächen entwickeln, die weit über ihre ursprüngliche Funktion hinausgehen. (Sportplatzwelt, 05.05.2026)
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